Bis heute. Ja, was ist geschehen? Ein Besuch auf der Cebit in Hannover erweckt den Eindruck, wir hätten das Ende der Technologieblase erreicht. Über 100 Jahre nach der großen Weltausstellung in Paris sind Technologiemessen 2009 auf das Niveau von Fernsehkanälen für Teleshopping abgestürzt.
Das Massenpublikum ist dem surrealen Ambiente aus grauem Fachpublikum voll alternder Herren und heißer, eher minderjährig wirkender Promotiongirls gewichen. Angestellt von eben diesen in der Midlifekrisis angekommenen Informatik- und Verkäuferzobies mit dem ewig gestrigen Mashinenpark. Ja, die Garagenunternehmer, Freaks und Chipheinis sind alt geworden. Und wenig sexy. Gewiss es gibt neue Themen, aber weltbewegend sind sie nicht.
Wer will heute schon ein Bill Gates werden? Intelligente junge Menschen wollen lieber die Welt retten, für ökologisch und ethisch saubere Unternehmen arbeiten, mehr Freizeit haben und möglichst kreativ leben und arbeiten. Dies beschreibt mittlerweile nicht nur der amerikanische Ökonomieprofessor Richard Florida. Im Wahlkampf des Barack Obama wurde beispielsweise klar, dass technologischer Fortschritt heute eher dort voran kommt, wo dieser neuen Werten und Ideologien außerhalb rein technokratischer Millieus folgt. Schließlich gab es diese Möglichkeiten von Newsletter und SMS als Form der Kundenbindung schon zu Zeiten von George W. Bush. Er hat sie aber nie genutzt. Erst der integrale und weltoffene Obama machte hier Innovationen möglich. Sehen wir hier eine Umkehr des Grundsatzes: "Der Fortschritt des Menschen folgt dem Fortschritt seiner Technologie?" Es wäre möglich.
Während unsere Alltagskultur sich lange Zeit am technologischen Fortschritt orientierte. Das Handy veränderte unsere mobilen Gewohnheiten. Web 2.0 ließ neue Sozialstrukturen entstehen. Zeigt sich nun eine mögliche Umkehr. Auch wenn das Henne-Ei prinzip im Detail immer ein Wechselspiel war, könnte sich nun jedoch die Orientierung der Wirtschaft an einem neuen Leittier zeigen, nämlich dem Aufblühen ethischer Werte.
Es könnte der Moment kommen an dem Entscheider begreifen, dass nicht der Einkauf einer noch schnelleren Software das Unternehmen an die nächste Stufe der Entwicklung bringt, sondern vielleicht die Anpassung an eine neue Kultur, einen neuen Gemeinschaftssinn, eine neue ideologische Ausrichtung.
"Ethical design", also die bewusste Weiterentwicklung unserer Weltbilder, Werte, sozialen und kulturellen Systeme, könnte künftig den Antriebsmotor der Wirtschaft bilden. Etwas was ganz neue Technologien fördert. Eine Technologie, die unseren lebendigen Werten folgt.
Nach dem Motto: "Investiere in die Kreativität Deiner Mitarbeiter, nicht in das nächste Softwareupdate!"
Gerade in Deutschland, dem Land des "Fortschritt durch Technik" wird dieser Wandel jedoch nicht leicht fallen.
Und doch die Zeichen stehen auf "Change". Die Märkte verändern sich unabhängig vom technologischen Fortschritt. Was zuletzt der neue LOHAS Markt bewies. Die Unternehmen sollten umdenken.
Die neuen Methoden dazu finden Sie hier!
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